|
|
|
| Art.Nr.: 214101 |
2009 Barbera D´Alba DOC |
|
Jahrgang: 2009
Farbe: rot
Geschmack: trocken
|
Anbauregion: La Morra - Piemont
Land: Italien
Hersteller: Az. Agr. Giuseppe Ellena
|
Der Einstiegs-Barbera ist ein ein süffiger und insofern klassischer Vertreter seiner Art, als er die Unkompliziertheit und anschmiegsame Art der Barbera-Traube perfekt zum Ausdruck bringt. Zugleich liegt schon im Bouquet die klare Feststellung, dass er nichts mit dem dünnen und säuerlichen Aufguss zu tun hat, deretwegen Barbera-Weine lange Zeit aus dem Kreis ernsthafter Weine ausgeschlossen wurde. Viel schwarze und rote Beerenfrüchte vermählen sich mit dem würzigen Duft eines Herbstwaldes, um im Mund mit einer saftigen und warm-herben Darbietung angenehm nach zu hallen.
Die Trauben für den "kleinen" Barbera stammen aus dem jungen, mittlerweile sechs Jahre alten und 0,75 ha großen Weingarten "Paradiso" westlich von La Morra. Der sechstägigen Maischegärung mit täglicher Pigeage schlossen sich malolaktische Gärung und Ausbau im Edelstahl an, die Füllung erfolgte im Sommer 2010. |
|
| Serviervorschlag: Kann vielseitig eingesetzt werden, ob zu Antipasti, Pasta- oder Reisgerichten oder, dank seiner weichen Gerbstoffstruktur auch zu gut gewürzten, gegrillten Fischen. |
|
Inhalt: 100% Barbera
Trinkreife: jetzt bis 2013
Literpreis: 12,67 €
|
|
0.75l / Flasche ( 9,50 €)
|
|
inkl. 19 % Mwst zzgl. Versandkosten |
|
|
Wein und Haselnüsse
Das Weingut Giuseppe Ellena liegt, etwas versteckt, in der zur La Morra gehörenden Ortschaft Ascheri Sottani, abseits der Straße nach Verduno. Die Gutsarchitektur kündet noch nicht weithin sichtbar von ihren Erzeugnissen – schließlich bringt Giuseppes Sohn und verantwortlicher Weinmacher Matteo Ellena mit dem Jahrgang 2011 gerade einmal seine dritte Ernte ein – und der Weg zur Azienda ist gesäumt von Haselnusssträuchern, die immerhin 8 von 15 ha Farmland in Beschlag nehmen. Die ehemalige Scheune des Anwesens, das Matteos Großvater Francesco im Jahr 1966 erwarb, beherbergt nun die Edelstahltanks für Vergärung und Ausbau, der aus Ziegelstein gemauerte Keller des Haupthauses dient der Unterbringung der Barriques – für die Abfüllung nutzt Matteo gemeinsam mit seinen Nachbarn eine mobile Füllanlage.
Lehrjahre bei den Legenden Altare und Bologna
Trotz seiner Jugend hat man es mit einem Winzer zu tun, der weiß was er tut. Nach seinem Studium verdiente er sich seine ersten Sporen bei Altmeister Elio Altare in La Morra, zwei Jahre lang arbeitete er am Insieme-Projekt bei Giacomo Bolognas Kultweingut Braida mit und die gebrauchten Barrique-Fässer bezieht er von einer weiteren Legende des Gebiets: mit Elio Grassos Holzauswahl tut er seinen Weinen wahrlich nichts Schlechtes.
Integrierter Weinbau und kontrolliertes Nichtstun
Gleich hinter dem Anwesen wachsen die Trauben für die Dolcetto- und „kleinen“ Barbera-Weine – bereits hier achtet Matteo auf konsequente Ertragsreduktion, regelmäßige Laubarbeit und ganz allgemein auf integrierten Weinbau, das heißt den weitestgehenden Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel. Insektizide verwendet er nach dem erfolgreichen Einsatz von Pheromon-Fallen gar nicht mehr. Gearbeitet wird nach den Mondphasen, so wie es sein Großvater vor ihm tat und dem Streit zwischen den so genannten Modernisten und Traditionalisten geht er einfach bar jedweder Ideologie aus dem Weg: für ihn ist der Ausbau seines Barolo im großen Holzfass genauso wenig sakrosankt wie eine Maischestandzeit von 6 Tagen – die Güte seines Produkt steht immer vor den Wegen, auf denen sie erreicht werden soll.
Auf der Brücke zwischen Tradition und Moderne
Dazu gehört die Vergärung mit natürlichen Hefen ebenso wie der minimale Einsatz von Schwefel, vom Verzicht auf andere chemische Stabilisierungsmaßnahmen ganz zu schweigen. So ist die Tatsache, dass er zur Schönung seiner Weine ausschließlich auf das Eiweiß von Hühnern setzt, die ihm ein benachbarter Bio-Erzeuger liefert, nur der letzte Pinselstrich in einem stimmigen Gemälde.
|