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Sizilien
Vom Fasswein zum "macht Spaß" Wein...
Sicilia leitet sich aus altgriechisch Σικελία (Sikelía) ab. Zu Herodots Zeit nannte man die Insel auch Τρινακρία (Trinakría) was sich wörtlich mit „Dreikap“ übersetzen lässt. Ein treffender Name wenn man die Form der größten Insel im Mittelmeer betrachtet. Funde aus dem 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bezeugen nicht nur, dass Sizilien eine wichtige Kolonie Griechenlands war. Sondern auch, dass die Griechen damals den Weinbau auf die Tagesordnung brachten.

 
Als Folge des ersten Punischen Krieges fiel Sizilien 241 vor unsrer Zeitrechnung an Rom und wurde zur ersten römischen Provinz des Römischen Reiches. Dass sie den Weinbau weiter förderten ist stark anzunehmen. Im Mittelalter wandelte sich das Bild. Erst unter Byzanz stehend, dann unter muslimischer Herrschaft, fand die christliche lateinische Kultur ein jähes Ende. Doch mit dem Ausbau von Bewässerungssystemen in der Landwirtschaft, hinterließen auch die Araber ein wertvolles Erbe.

Erst als die Bourbonen ab dem 11. Jahrhundert Sizilien beherrschten, dürfte unter ihrem Einfluss auch der Weinbau nach Sizilien zurück gekehrt sein. Allerdings etablierte sich kein qualitativ hochwertiger Weinbau. 
Bis Ende des 20. Jahrhunderts zeichnete sich Sizilien durch Massenerzeuger aus, die Fassweine durch Europa schickten um Weine einiger Regionen wundersam zu vermehren. Inzwischen gibt es einen Strukturwandel, haben Winzerbetriebe das Potential ihrer Reben und Flächen erkannt. Damit wird Sizilien auch für den Weinliebhaber zunehmend interessant.

Überraschend für eine Region mit heißem Klima, dass auf den ca. 100.000 Hektar Rebfläche Weißweine mit beinahe 64 Prozent dominieren. Rotweinreben finden sich vor allem im Ostteil der Insel. In den Provinzen Catania, Messina, Siracusa und Ragusa machen sie mehr als 90 Prozent aus. Um die Weine für ein internationales Publikum interessanter werden zulassen setzen Winzerbetriebe zunehmend auf internationalen Sorten. Ob es der richtige Schritt ist, muss der Konsument entscheiden. Doch gerade autochthone Sorten wie beispielsweise Grillo oder Nero d’Avola machen diese Gegend „trinkerich interessant“.

Die weißen Sizilianer sind oft kräftiger, als jene vom Festland. Die Rotweine erinnern in ihren fruchtigen, gelegentlich marmeladigen Noten an Weine aus Apulien. Beides entspricht dem aktuellen Mainstream, sodass sizilianische Weine zukünftig öfters in deutschen Weingläsern landen. Schließlich wollen wir aktuell reisebeschränkt auf das Urlaubsgefühl im Glas doch nicht verzichten?